Nachhaltigkeit steht nicht nur bei uns hoch im Kurs, sondern ist nun auch allgemein als Trend in der Möbelbranche angekommen. Gerade die Möbelbranche mit ihrer ressourcenintensiven Produktion hat jedoch noch einige Herausforderungen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit zu meistern. Der Markt an sich ist noch geteilt; es gibt auf der einen Seite einige hochwertige Ökomöbelhersteller, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben, auf der anderen Seite gibt es Hersteller und Möbelhausketten die billig produzieren.

Rund drei Viertel der Deutschen erachten Nachhaltigkeit bei Ihren Einrichtungsgegenständen mittlerweile als wichtig oder sehr wichtig.

Größen wie IKEA haben den Trend erkannt und sich eigene Nachhaltigkeitsziele gesetzt ().

Aber warum es nicht nur auf die Herstellung von Möbeln sondern auch deren Lebensdauer ankommt erklären wir weiter unten im Artikel.

Was ist Nachhaltigkeit?

Spätestens durch Greta Thunberg und die Fridays-for-Future Bewegung ist jeder auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam geworden. Aber was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit wirklich?

Laut Wikipedia:

„Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll.“

Im Grunde geht es darum Ressourcen so zu nutzen, dass diese danach noch in der Lage sind sich selbst zu regenerieren. Also ein verantwortungsbewusster Umgang mit allen Ressourcen, die man nutzt.

Nachhaltigkeit kann aber nicht nur im Kontext von Umwelt und Natur eine Bedeutung haben, sondern in so gut wie allen Lebensbereichen. Nachhaltig bedeutet eben zuallererst, dass kein Beteiligter (egal ob Umwelt oder Mitmensch) benachteiligt oder ausgenutzt wird.

So ist eine Freundschaft zum Beispiel nur nachhaltig, wenn sich ein Geben und Nehmen in der Waage hält und sich niemand ausgenutzt fühlt.

Das Nachhaltigkeit auch für Deutschland eine große Rolle spielt, wurde dadurch deutlich, dass sich die Bundesrepublik zur Agenda 2030 und den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN (SDG´s) bekannt hat.

Die Nachhaltigkeitspyramide

In unserer Nachhaltigkeitspyramide nach dem Vorbild der “Buyeranarchy of Needs” von Sarah Lazarovics haben wir einmal dargestellt, wie Nachhaltiger Konsum aussehen kann und welche besseren Alternativen es gibt zum Kauf von neuen Produkten. Am nachhaltigsten bleibt ,wie auf der Grafik zu erkennen, das zu nutzen was man hat und alles was man nicht mehr benötigt anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit unserem kleinen Logo haben wir einmal erkenntlich gemacht in wie weit moebelkeller.de einzelne Punkte zum nachhaltigen Konsum fördert.

Nachhaltigkeit bei Möbeln

Gerade in der Möbelindustrie, bei der viele Ressourcen zur Herstellung benötigt werden, bekommt Nachhaltigkeit eine zunehmende Bedeutung – nicht zuletzt weil Konsumenten diese Art der Möbel vermehrt nachfragen.

Aber schauen wir uns einmal genauer an welche Punkte in der nachhaltigen Produktion von Möbeln eine Rolle spielen.

Das Material:

Logisch – zuallererst liegt das Augenmerk auf dem verarbeiteten Material. Natürliche Materialen aus verantwortungsbewussten Quellen sollten selbstverständlich sein.

Holz ist nicht gleich Holz. Je nach Herkunft kann der neue Esstisch aus illegalem Holz aus dem Regenwald stammen oder unter unmenschlichen Bedingungen mit Holzschutz behandelt worden sein.

Gerade bei Billigmöbeln wird auf die Herkunft von Materialien und deren Verarbeitung nicht sonderlich viel Wert gelegt (Amazonas-Abholzung auf 10-Jahres-Hoch). So riecht der neue Couchtisch nicht ohne Grund die erste Woche etwas unangenehm. Farben und Klebstoffe sind hier in der Regel nicht die hochwertigsten und dünsten noch einige Zeit unangenehm aus. Dies ist nicht gut für deine Gesundheit und gerade bei Kindermöbeln sollte man besser einmal mehr hinsehen.

Die Arbeitsbedingungen:

Weißt du wo dein letztes Möbelstück herkommt und wie es produziert wurde?

In vielen Billiglohnländern herrschen noch immer menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und zum Teil auch Kinderarbeit. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur die Natur nicht auszubeuten, sondern auch andere Menschen und Lebewesen nicht zu benachteiligen. Achte also auch in Zukunft einmal darauf wo deine Möbel herkommen und ob ein Möbelstück zu diesem Preis tatsächlich ohne Ausbeutung hergestellt werden kann.

Die Lebensdauer:

Ja genau die Lebensdauer. Sie ist auch ein entscheidender Faktor bei der Nachhaltigkeit von Produkten. Sicher hast du einmal das Wort „Wegwerfgesellschaft“ gehört. Dies ist genau das Gegenteil von nachhaltigem Konsum. Man kann sagen: Umso länger ein Produkt genutzt wird desto nachhaltiger ist dies. Möbelstücke, die nach dem ersten Umzug bereits in Ihre Einzelteile auseinanderfallen sind nicht besonders nachhaltig. Hingegen ein Massivholzmöbel, welches schon viele Jahre auf dem Buckel hat und mit etwas Liebe wiederaufgearbeitet werden kann, hat einen viel längeren Produktlebenszyklus. Die Energie und Ressourcen, die für das Möbelstück einmal aufgewendet werden mussten, machen sich hier allemal bezahlt.

Die Lieferwege:

Co2 Ausstoß durch lange Lieferketten betrifft natürlich auch die Möbelindustrie. Wenn dein neues Möbelstück bereits um die halbe Welt transportiert wurde ist dessen Klimabilanz sehr schlecht. Es werden oft Materialien zur Verarbeitung und Montage in Billiglohnländern gebracht, um sie dann noch einmal quer über den Kontinent in die entsprechenden Absatzländer auszuliefern.

Worauf ist beim Kauf zu achten und welche Gütesiegel gibt es?

Ein paar Hinweise haben wir dir weiter oben bereits gegeben. Aber hier wollen wir einmal konkreter darauf eingehen, wie du nachhaltige Möbel kaufen und finden kannst.

Das Material und dessen Herkunft spielt, wie weiter oben beschrieben, eine besondere Rolle bei der Auswahl eines Möbelstücks. Die Möbel sollten aus nachwachsenden Rohstoffen stammen und bei Holz aus nachhaltiger zertifizierter Forstwirtschaft. Aber auch bei Materialien wie Baumwolle gibt es Zertifizierungen die belegen, dass der Rohstoff nachhaltig angebaut wurde.

Am schnellsten erkennst du gute und nachhaltige Möbel am Geruch. Wie weiter oben beschrieben gehen von zertifizierten Möbeln keine Gefahren für deine Gesundheit aus und somit stinken diese auch nicht nach Lösungsmitteln und anderen Chemikalien.

Aber es müssen auch nicht immer neue Möbel sein. Gerade im secondhand-Bereich von Möbeln wie bei uns auf moebelkeller.de liegt viel Potenzial. So kannst du oft zum Preis eines neuen „Wegwerfmöbels“ ein hochwertiges gut erhaltenes jedoch gebrauchtes Möbelstück erwerben. Und gerade wer individuelle Einrichtung mag kann sich zum Beispiel zum Thema Upcycling informieren und alten Möbeln einen völlig neuen Look geben. Damit bist du auf jeden Fall ressourcenschonend und voll im Trend unterwegs. Stichwort: Lebensdauer 😉

Hinweis am Rande:

Auch in der Möbelbranche ist Vorsicht geboten. Es sollte immer genau hingesehen werden ob der Hersteller des neuen Möbels tatsächlich nachhaltig produziert oder ob dieser nur Greenwashing betreibt.

Zertifikate auf die du beim Möbelkauf achten kannst:

PEFC-Zertifikat – https://pefc.de/

FSC-Siegel – https://www.fsc-deutschland.de/de-de

Goldene-M – https://www.dgm-moebel.de/de/das-goldene-m

Blauer Engel – https://www.blauer-engel.de/de

ÖkoControl – https://oekocontrol.com/

Wie steht moebelkeller.de zu Nachhaltigkeit?

Mit unserem secondhand Möbel-Portal zum Kauf und Verkauf gebrauchter Möbel tragen wir einen großen Teil dazu bei, die Lebensdauer von Möbeln zu erhöhen. War für viele Möbel vorher der Sperrmüll der letzte Ausweg, so bekommen sie auf moebelkeller.de noch einmal die Chance viele Jahre einem neuen Besitzer Freude zu bereiten. Wie weiter oben bereits angesprochen, ist die Lebensdauer von Produkten ein entscheidender Faktor, um Ressourcen zu schonen und selbst nachhaltig zu leben.

Daneben achten wir selbstredend darauf, dass unsere Server für den Betrieb von moebelkeller.de nachhaltig mit Ökostrom/aus erneuerbaren Energien betrieben werden (ISO 50001 zertifiziert).

Wir unterhalten zudem keine eigenen Büros, sondern arbeiten – ganz nach Sharing-Economy – in flexibel anmietbaren Büros und Meetingräumen sowie im Homeoffice. So vermeiden wir unnötige Fahrten und reduzieren unseren Co2-Verbrauch nachhaltig.

Da uns das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen liegt, werden wir auch immer wieder Schwerpunkte in unseren Blogartikeln auf dieses Thema legen. Um zu informieren aber auch Wege aufzuzeigen wie man seine 4 Wände, zum Beispiel durch Upcycling, nachhaltig gestalten kann.